"Hoher Druck über Südfrankreich und tiefer Druck über Osteuropa bestimmen zunächst unser Wetter. Am
Mittwoch und in der Nacht zu
Donnerstag überquert uns die Kaltfront eines Nordmeertiefs und leitet einen kurzen winterlichen Witterungsabschnitt ein.

Doch erstmal zum Wochenbeginn. Das Hoch über Südfrankreich führte auch schon die letzten Tage zu der Zweiteilung des Wetters in Deutschland mit relativ freundlichem Wetter im Südwesten und eher feuchtem und sehr windigem Wetter im Nordosten, der vom osteuropäischen Tief beeinflusst wurde und wird.
Am Dienstag kann sich das Hoch auch im Nordosten durchsetzen, so dass man dort auch mal einen Tag mit freundlichem Wetter geniessen kann. Aber alles hat seinen Preis. Und den müssen dann die Süddeutschen bezahlen, die sich dort aufhalten, wo
sich die Hochnebeldecke nicht lichtet und auch das Thermometer sich kaum nach oben bewegt.
Und nun zum
Winterintermezzo. Die Kaltfront selbst bringt nur auf den Hochlagen der Mittelgebirge und südlich der Donau
Schnee.

Die am Freitag nachfolgend einfliessende kalte
Meeresluft lässt zwar Schneeflocken bis in die Niederungen fallen, aber die werden auf dem warmen Boden kaum zu einer Schneedecke führen.
Und ab Samstag beendet wieder einströmende
Meeresluft das Winterintermezzo in den Niederungen und die Schneefallgrenze steigt wieder auf etwa 800m."
Das erklärt Dipl.-Met. C. Hartmann von der
Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.

Hinweis: Die aktuellen Wetter- und Unwetterwarnungen finden Sie im Internet unter
www.wettergefahren.de Die Wettervorhersagezentrale des DWD ist rund um die Uhr telefonisch erreichbar unter Tel.: 069/8062-3333
Heute regnet es in der Nordosthälfte regnet es zeitweise. Besonders im Erzgebirge kann der Niederschlag auch ergiebiger sein und längere Zeit anhalten, in östlichen Mittelgebirgen oberhalb etwa 1000m fällt vorübergehend auch Schnee.

Nach Südwesten und Süden hin gibt es Auflockerungen mit etwas Sonnenschein und es bleibt dort weitgehend trocken. Die Temperatur steigt auf 7 bis 11 Grad. Der Wind aus Nordwest weht sehr lebhaft mit starken bis stürmischen Böen, im Bergland sind orkanartige Böen möglich.
In der Nacht zum Montag regnet es im Osten noch zeitweise, an den nördlichen Mittelgebirgsrändern und am Alpenrand dauert der Regen noch zum Teil länger an. Sonst ist es vielfach bedeckt mit etwas Sprühregen. Nur im Südwesten bleibt es weitgehend trocken.
Die Luft kühlt auf 7 bis 2 Grad, im Südwesten bei Aufklaren auf Werte um 0 Grad ab.


Am Montag ist es im Norden und Nordosten stark bewölkt und gelegentlich regnet es. Im Tagesverlauf bessert sich das Wetter von Westen her und der Niederschlag hört auf. Im Südwesten wird es teils auch sonnig. Sonst ist es teils neblig-trüb und nach Osten hin noch etwas Sprühregen möglich. Die Temperaturen liegen meist zwischen 6 und 11 Grad, bei
anhaltend neblig-trübem Wetter um 3 Grad.
Es weht ein schwacher bis mäßiger, im Norden und Osten nur anfangs noch frischer Wind aus West bis Südwest. In der Nacht zum Dienstag überwiegt im Norden und Osten starke Bewölkung, vereinzelt fällt etwas Sprühregen.

Sonst ist es wolkig, in Richtung Südwesten und Alpen teils auch klar und trocken. Örtlich bildet sich Nebel. Die Temperatur sinkt auf Werte um 5 Grad im Nordwesten und auf Werte um 2 Grad im Süden, bei längerem Aufklaren gibt es leichten Frost.
Am Dienstag ist es im Norden stärker wolkig und zunächst meist trocken. Im Tagesverlauf werden von der Nordsee her die Wolken dichter, vereinzelt fällt dann Regen. Nach Süden hin scheint häufiger die Sonne und es bleibt dort trocken.

In Süddeutschland kann sich allerdings örtlich eine
Hochnebeldecke den ganzen Tag halten. Die Höchstwerte liegen zwischen 6 und 11 Grad. Bei trübem
Wetter im Süden ist es mit Werten um 2 Grad kälter. Der Wind weht meist schwach bis mäßig aus Südwest.
In der Nacht zum Mittwoch fällt im Norden und Nordwesten wieder häufiger Regen. Nach Süden hin ist es dagegen gering bewölkt oder klar. Dabei kühlt es im Norden auf +5 bis 0 Grad ab, im Süden auf +1 bis -3 Grad.

Am Mittwoch fällt im Norden und in der Mitte etwas Regen, im Süden und Südosten bleibt es dagegen weitgehend trocken. Vor allem in Alpennähe scheint auch zeitweise die Sonne. Sonst sind Auflockerungen eher selten. Am Nachmittag bewegen sich die Temperaturen zwischen 4 und 9 Grad. Der Wind weht schwach bis mäßig, im Norden auch frisch, aus Südwest bis West.
In der Nacht zu Donnerstag fällt verbreitet Niederschlag, der bis Donnerstagfrüh teils bis in die Täler und Niederungen in Schneeregen oder Schnee übergeht und in den Frühstunden auch die Alpen erreicht. Die Tiefstwerte liegen zwischen +5 und null, im Südosten um -2 Grad. Der Wind wird allmählich etwas stärker und dreht auf Süd bis Südwest.
