Salonkultur en vogue: Exklusiv unter Gleichgesinnten...
Ihre erste Hoch-Zeit hatten die Salons im 18. Jahrhundert in Berlin. Hier trafen sich Menschen, die einen freien Gedankenaustausch miteinander haben wollten. Und das ist auch heute wieder so - komplett mit Salonière.
Britta Ganseboom bringt Menschen zusammen, die sich gemeinsam für dieselbe Sache interessieren. Ihr Steckenpferd ist die Literatur. Im Mai 1995 gründete Britta Ganseboom ihren ersten Literatursalon. Zunächst im Atelier eines befreundeten Malers. Damals vermisste die Literaturwissenschaftlerin einen öffentlichen Raum, in dem junge Autoren vorlesen und mit den Zuhörern diskutieren können. Ihr Konzept hat sich etabliert.
Seit über 11 Jahren organisiert Britta Ganseboom jede Woche einen Literatursalon - mittlerweile auf einer Kleinkunstbühne. "Salon als alter Begriff, wo ich mir vorgestellt habe: ach, den könntest Du mit neuen Inhalten füllen. Also, dass Künstler und kunstinteressierte Menschen sich begegnen und miteinander in Kontakt kommen.
Bettina Pohle ist die Salonière des Berliner Zukunftssalons. Nur acht mal im Jahr finden die Salonabende statt, zu denen Vertreter aus Kunst, Politik, den Medien, Wirtschaft und Forschung geladen werden. Nach einem kleinen Empfang wird gemeinsam diniert und anschließend debattiert. Jeweils zu einem bestimmten "Zukunftsthema". Das Besondere an ihrem Salon sei die persönliche Beziehung, glaubt Bettina Pohle. Jeder Einzelne der etwa 50 Gäste wird von der Salondame eingeladen. Es seien in erster Linie Menschen, die daran interessiert sind, sich ernsthaft mit einem Thema auseinander zu setzen.
Seit 1999 gibt es den Zukunftssalon. "Dass in Berlin die Salonkultur wieder neue Blüten treibt, hat sicherlich sehr viel mit der Geschichte dieser Stadt zu tun, es ist jetzt außerdem auch noch Hauptstadt. Es ist immer was los und trotzdem gibt's auch immer wieder das Bedürfnis, sich zurückzuziehen und diesen kostbaren Raum von Intimität und von Neuem zu finden."
Und ob mit Eintrittskarte oder persönlicher Einladung - man befindet sich in den Salons unter Gleichgesinnten. Sozusagen exklusiv - im besten Sinne des Wortes.
dw-world Kultur
Salonkultur wieder en vogue
Erlebnisideen finden Sie hier:

In Berlin gibt es immer mehr erfolgreiche junge Autoren. Daneben wächst auch die literarische Subkultur der Hauptstadt. Offene Lesebühnen und Literatursalons feiern eine neue Blüte.
Ob in Kneipen, Kinosälen, ehemaligen Stasi-Cafés oder im Keller kleiner Buchhandlungen: Der literarische Underground kennt viele Orte und hat ebenso viele Gesichter.
Viele der Autoren aus "Theodoras Literatursalon" haben ihre Texte in Anthologien publiziert, manch einer schon ein Stipendium gewonnen. Literarische Qualität, gemessen an literaturwissenschaftlichen Kriterien, ist jedoch nicht das Entscheidende. Was zählt ist letztendlich der selbstbestimmte Umgang mit Literatur, abseits vom etablierten Kulturbetrieb. Frech und frei nach Nietzsche lautet das Motto der beiden Salonièren: "Man muss noch Chaos in sich tragen, um einen tanzenden Stern gebären zu können."
Der Literaturkritiker Peter M. Stephan hat sich nicht nur umgeschaut, sondern seine Beobachtungen auch gebündelt. Stephans beständig um weitere Adressen anwachsender Literaturführer ist online auf der Website des Berliner Zimmers zu studieren. 27 Orte hat er inzwischen besucht und beschrieben.
Im 18. und 19. Jahrhundert boten die literarischen Salons Literaten, Journalisten, Wissenschaftlern und Künstlern ein Forum für den Austausch. Das Berliner Zimmer möchte eine ähnliche Funktion im weltweiten Datennetz erfüllen. Lesen Sie mehr über den virtuellen Salon Berliner Zimmer
Theodoras Literatursalon ist die virtuelle Seite einer Veranstaltung, die derzeit nicht stattfindet. Die vielen schönen Texte wollen wir euch dennoch nicht vorenthalten. Um besondere Aufmerksamkeit bitten wir aus aktuellem Anlaß für unsere Seiten "Theodora politisch". Schickt uns mehr davon!
Website der Buchhandlung 'Juliettes Literatursalon'
Mit Hörproben einiger Lesungen
Tipp: Die Surfpoeten im Netz
Britta Ganseboom bringt Menschen zusammen, die sich gemeinsam für dieselbe Sache interessieren. Ihr Steckenpferd ist die Literatur. Im Mai 1995 gründete Britta Ganseboom ihren ersten Literatursalon. Zunächst im Atelier eines befreundeten Malers. Damals vermisste die Literaturwissenschaftlerin einen öffentlichen Raum, in dem junge Autoren vorlesen und mit den Zuhörern diskutieren können. Ihr Konzept hat sich etabliert.
Seit über 11 Jahren organisiert Britta Ganseboom jede Woche einen Literatursalon - mittlerweile auf einer Kleinkunstbühne. "Salon als alter Begriff, wo ich mir vorgestellt habe: ach, den könntest Du mit neuen Inhalten füllen. Also, dass Künstler und kunstinteressierte Menschen sich begegnen und miteinander in Kontakt kommen.
Bettina Pohle ist die Salonière des Berliner Zukunftssalons. Nur acht mal im Jahr finden die Salonabende statt, zu denen Vertreter aus Kunst, Politik, den Medien, Wirtschaft und Forschung geladen werden. Nach einem kleinen Empfang wird gemeinsam diniert und anschließend debattiert. Jeweils zu einem bestimmten "Zukunftsthema". Das Besondere an ihrem Salon sei die persönliche Beziehung, glaubt Bettina Pohle. Jeder Einzelne der etwa 50 Gäste wird von der Salondame eingeladen. Es seien in erster Linie Menschen, die daran interessiert sind, sich ernsthaft mit einem Thema auseinander zu setzen.
Seit 1999 gibt es den Zukunftssalon. "Dass in Berlin die Salonkultur wieder neue Blüten treibt, hat sicherlich sehr viel mit der Geschichte dieser Stadt zu tun, es ist jetzt außerdem auch noch Hauptstadt. Es ist immer was los und trotzdem gibt's auch immer wieder das Bedürfnis, sich zurückzuziehen und diesen kostbaren Raum von Intimität und von Neuem zu finden."
Und ob mit Eintrittskarte oder persönlicher Einladung - man befindet sich in den Salons unter Gleichgesinnten. Sozusagen exklusiv - im besten Sinne des Wortes.
dw-world Kultur
Salonkultur wieder en vogue
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In Berlin gibt es immer mehr erfolgreiche junge Autoren. Daneben wächst auch die literarische Subkultur der Hauptstadt. Offene Lesebühnen und Literatursalons feiern eine neue Blüte.
Ob in Kneipen, Kinosälen, ehemaligen Stasi-Cafés oder im Keller kleiner Buchhandlungen: Der literarische Underground kennt viele Orte und hat ebenso viele Gesichter.
Viele der Autoren aus "Theodoras Literatursalon" haben ihre Texte in Anthologien publiziert, manch einer schon ein Stipendium gewonnen. Literarische Qualität, gemessen an literaturwissenschaftlichen Kriterien, ist jedoch nicht das Entscheidende. Was zählt ist letztendlich der selbstbestimmte Umgang mit Literatur, abseits vom etablierten Kulturbetrieb. Frech und frei nach Nietzsche lautet das Motto der beiden Salonièren: "Man muss noch Chaos in sich tragen, um einen tanzenden Stern gebären zu können."
Der Literaturkritiker Peter M. Stephan hat sich nicht nur umgeschaut, sondern seine Beobachtungen auch gebündelt. Stephans beständig um weitere Adressen anwachsender Literaturführer ist online auf der Website des Berliner Zimmers zu studieren. 27 Orte hat er inzwischen besucht und beschrieben.
Im 18. und 19. Jahrhundert boten die literarischen Salons Literaten, Journalisten, Wissenschaftlern und Künstlern ein Forum für den Austausch. Das Berliner Zimmer möchte eine ähnliche Funktion im weltweiten Datennetz erfüllen. Lesen Sie mehr über den virtuellen Salon Berliner Zimmer
Theodoras Literatursalon ist die virtuelle Seite einer Veranstaltung, die derzeit nicht stattfindet. Die vielen schönen Texte wollen wir euch dennoch nicht vorenthalten. Um besondere Aufmerksamkeit bitten wir aus aktuellem Anlaß für unsere Seiten "Theodora politisch". Schickt uns mehr davon!
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Mit Hörproben einiger Lesungen
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event - Feb 1, 08:11
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