Tag des Deutschen Bieres zur Erinnerung an den Erlass des Reinheitsgebots oder Das älteste Lebensmittelgesetz der Welt
Tag des Deutschen Bieres zur Erinnerung an den Erlass des Reinheitsgebots oder Das älteste Lebensmittelgesetz der Welt
(djd/pt). An das älteste und strengste Lebensmittelgesetz der Welt erinnert am 23. April der "Tag des Deutschen Bieres". Vor 492 Jahren, am 23. April 1516, wurde das Deutsche Reinheitsgebot verkündet - und gute Gründe für das Gesetz gab es zur Genüge. Denn die damaligen Brauer nahmen so ziemlich alles zu Hilfe, was ihren Tränken Farbe, Haltbarkeit und berauschende Wirkung verlieh. Kräuter waren ebenso zu finden wie Ruß zur Färbung des Dunkelbiers, Kreidemehl sollte sauer gewordenes Bier wieder trinkbar machen, und was Stechapfel, Fliegenpilz und Co. im Gerstensaft zu suchen hatten, darüber können wir heute nur noch spekulieren. Seitdem der deutsche Markt offen ist für Biere aus aller Welt, finden Biertrinker außer Hopfen, Malz, Wasser und Hefe wieder alle möglichen Getreidesorten, Geschmackszutaten und manchmal sogar Konservierungsstoffe im Glas.
Reinheitsgebot: aktueller denn je
Viele einheimische Brauereien nehmen es mit dem Reinheitsgebot dagegen noch genauer als vorgeschrieben. "Nach dem Buchstaben des Gesetzes könnten wir ohne weiteres Trinkwasser aus der Leitung zum Brauen verwenden", erläutert Dr. Georg Stettner, Leiter Qualitätssicherung bei der Bitburger Braugruppe, und fährt fort: "Viele Brauereien nutzen aber hauseigene Quellen. Unser Wasser etwa stammt aus einer Tiefenquelle in der Vulkaneifel. Dort lagert es seit rund 13.000 Jahren völlig unberührt von Zivilisationseinflüssen."
Qualität der Zutaten entscheidet über Geschmack
"Genauso viel Sorgfalt gehört auch zur Auswahl der Rohstoffe. Die Qualität des Hopfen wird beispielsweise direkt beim Bauern kontrolliert, bevor wir die Freigabe zur Weiterverarbeitung geben", berichtet Stettner. "Als das Reinheitsgebot erlassen wurde, wussten die Menschen noch nichts von der Bedeutung der Hefe. Viele Hefestämme können bei höheren Temperaturen vergären, wodurch der Brauvorgang verkürzt werden kann, jedoch die Qualität oftmals leidet. Aus diesem Grund bevorzugen wir den längeren Weg über die klassische kalte Gärführung. Den Unterschied schmeckt man", führt Stettner aus, und erzählt weiter: "Unsere Hefe bezeichnen die Brauer als ‚kleine Diva’. Einen Teil des Urstamms bewahren wir immer bei Minus 40 Grad auf, damit wir die Hefe jederzeit wieder unverfälscht herführen können."
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(djd/pt). An das älteste und strengste Lebensmittelgesetz der Welt erinnert am 23. April der "Tag des Deutschen Bieres". Vor 492 Jahren, am 23. April 1516, wurde das Deutsche Reinheitsgebot verkündet - und gute Gründe für das Gesetz gab es zur Genüge. Denn die damaligen Brauer nahmen so ziemlich alles zu Hilfe, was ihren Tränken Farbe, Haltbarkeit und berauschende Wirkung verlieh. Kräuter waren ebenso zu finden wie Ruß zur Färbung des Dunkelbiers, Kreidemehl sollte sauer gewordenes Bier wieder trinkbar machen, und was Stechapfel, Fliegenpilz und Co. im Gerstensaft zu suchen hatten, darüber können wir heute nur noch spekulieren. Seitdem der deutsche Markt offen ist für Biere aus aller Welt, finden Biertrinker außer Hopfen, Malz, Wasser und Hefe wieder alle möglichen Getreidesorten, Geschmackszutaten und manchmal sogar Konservierungsstoffe im Glas.
Reinheitsgebot: aktueller denn je
Viele einheimische Brauereien nehmen es mit dem Reinheitsgebot dagegen noch genauer als vorgeschrieben. "Nach dem Buchstaben des Gesetzes könnten wir ohne weiteres Trinkwasser aus der Leitung zum Brauen verwenden", erläutert Dr. Georg Stettner, Leiter Qualitätssicherung bei der Bitburger Braugruppe, und fährt fort: "Viele Brauereien nutzen aber hauseigene Quellen. Unser Wasser etwa stammt aus einer Tiefenquelle in der Vulkaneifel. Dort lagert es seit rund 13.000 Jahren völlig unberührt von Zivilisationseinflüssen."
Qualität der Zutaten entscheidet über Geschmack
"Genauso viel Sorgfalt gehört auch zur Auswahl der Rohstoffe. Die Qualität des Hopfen wird beispielsweise direkt beim Bauern kontrolliert, bevor wir die Freigabe zur Weiterverarbeitung geben", berichtet Stettner. "Als das Reinheitsgebot erlassen wurde, wussten die Menschen noch nichts von der Bedeutung der Hefe. Viele Hefestämme können bei höheren Temperaturen vergären, wodurch der Brauvorgang verkürzt werden kann, jedoch die Qualität oftmals leidet. Aus diesem Grund bevorzugen wir den längeren Weg über die klassische kalte Gärführung. Den Unterschied schmeckt man", führt Stettner aus, und erzählt weiter: "Unsere Hefe bezeichnen die Brauer als ‚kleine Diva’. Einen Teil des Urstamms bewahren wir immer bei Minus 40 Grad auf, damit wir die Hefe jederzeit wieder unverfälscht herführen können."
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event - Mär 16, 09:54
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